Berggasthof Rohrmoos
Bergromantik pur und Wellness fürs Auge

Vor WM-Trubel ans schönste Ende der Welt

Ausflugsziel Rohrmoos von Torsten Friedrichs geprägt

Oberstdorf-Tiefenbach (ej). Das „schönste Ende der Welt" nennt Torsten Friedrichs den Standort seines Berggasthofs. In dem zum Ortsteil Tiefenbach gehörenden Weiler Rohrmoos, zwölf Kilometer außerhalb von Oberstdorf, hat der seit einem Vierteljahrhundert an diesem Fleck verantwortlich agierende Gastwirt ein Refugium geschaffen, das gerne auch von Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur aufgesucht wird. Direkt neben dem Gasthof und Deutschlands ältester Holzkapelle verläuft eine zehn Kilometer lange Ski-Langlaufstrecke, die gegenwärtig als WM-Trainingsloipe dient.
Der 1074 Meter hoch gelegene Berggasthof, dessen bauliche Ursprünge im 15. Jahrhundert zu suchen sind, befand sich lange Zeit in der Hand des Grafen Sonnenberg, Truchsess von Waldburg. 1965 pachtete die Familie Friedrichs den Gasthof. Ein Vierteljahrhundert leitet nun Torsten Friedrichs die Geschicke des Hauses. Ihm gelang es, das historische Bauwerk 1999 sogar zu kaufen.
Friedrichs sorgte nach eigener Darlegung dafür, dass die bestehende Mautstraße von Tiefenbach aus für Busse - und damit für den Massentourismus - gesperrt wurde. Nur Personenwagen und Pferdekutschen dürfen in das idyllisch gelegene Seitental einfahren. Der 120 Sitzplätze umfassende Gasthof mit seinen drei holzgetäfelten Stuben wird gerne für Hochzeiten und Taufen genutzt, zumal die prächtig ausgemalte Kapelle St. Anna ja gleich um die Ecke steht.

Der frühere Eiskunstlaufstar Norbert Schramm hat beispielsweise im Rohrmoos den Bund fürs Leben geschlossen. Und auch der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl suchte hier schon Erholung vom Regieren. Wem der Rückweg nach einem gemütlichen Abend im Gasthaus zu beschwerlich ist, der kann sich in einem der sieben Gästezimmer zur Nachtruhe betten.
Mittags gibt es alpenländisch deftige Gerichte und abends eine feine Ä-la-carte-Küche. Eine Spezialität sind die „Rohrmooser Powidl-datscherln". Tatkräftige Unterstützung erfährt Torsten Friedrichs von seinem Sohn Hermann, der einmal den Familienbetrieb in dritter Generation führen soll. So viele andere Gäste feiern im Rohrmoos-Tal, dass sich die beiden bisher noch keine Gedanken gemacht haben, ihr Jubiläum selbst gebührend zu würdigen. Geplant ist im Herbst vielleicht eine Open-Air-Veranstaltung auf der Terrasse.
Und danach wird schon bald schon wieder der Winter im Rohrmoos einkehren, wo die weiße Pracht sowieso am frühesten zu finden ist und sich auch am längsten hält. Der Loipen-Rundkurs dient gegenwärtig den Ski-Langläufern der deutschen Nationalmannschaft als Trainingsstrecke. Laut Bundestrainer Jochen Behle („Das können Sie ruhig so schreiben!") ist die Spur im Rohrmoos sowieso „die „schönste Loipe überhaupt".

WM Trubel

Seit 40 Jahren wird der Berggasthof Rohrmoos (großes Foto) im idyllisch gelegenen Oberst-dorfer Seitental mit seiner winterlichen Schneegarantie von der Familie Friedrichs geführt. Die dritte Generation der Familie macht sich schon startklar. Unser kleines Foto zeigt Torsten Friedrichs, der jetzt ein Vierteljahrhundert Wirt im Rohrmoos ist, und Sohn Hermann.
Fotos: Günter Jansen

Anmerkung: Die Anordnung und das Layout der Bilder und Texte wurde geändert!